Die Amanda Todd Geschichte – einige Gedanken

Moin Moin,

Ich wurde gebeten, meine Meinung über die “Amanda Todd Story” zu erzählen. Da ich inzwischen auch denke, dass man darüber ganz gut bloggen kann, tue ich das hiermit.
Womit ich anfange? Gute Frage, schließlich dreht sich es hier ja jetzt wirklich nicht um ein Thema, wo man anfängt und mit einem Fazit oder so endet. Also lege ich einfach mal los.

Ein Mädchen chattet, schickt ein Oben-Ohne Nacktfoto an einen Mann, dieser Mann erpresst sie, verschickt das Foto, sie wird gemobbt und sieht schlussendlich keine andere Möglichkeit, als sich das Leben zu nehmen.

Wäre dies ein Film, dann könnte man nur hoffen, dass er gut gemacht ist. So kann ich nur sagen:

Verdammte dreckige Scheiße

Das Mädchen muss man natürlich trotz allem naiv nennen dürfen, das sie einfach so ein Nacktfoto von sich versendet.

Ich frage mich wer schlimmer ist, der Mann der das Foto hat und das Mädchen erpresst hat, oder die Menge, die sie danach gemobbt hat. Das ist eine berechtigte und nicht einfach zu beantwortende Frage.

Und da wäre trotz allem der Hinweis, den ich wie so häufig nicht vergessen möchte zu geben, nicht das Medium an sich, in diesem Fall Internet, Facebook, etc. ist gefährlich. Nein, es sind die Menschen, die es benutzen.

Und wir kommen zum beinahe größten Problem, der Frage der Medienkompetenz, über die sich sicherlich schon klügere Köpfe als ich sich hergemacht haben.
Ich bin ja der Meinung, dass es in der jetzigen Zeit ein großes Problem gibt. Die Kinder wissen mehr über das, was sie im Internet machen als ihre Eltern. Ich halte es für einen großen Fehler, wenn Eltern ihren Kindern verbieten wollen, z.B. Facebook zu nutzen.
Eher sollten gerne Eltern ihren Kindern “beistehen”, wenn diese anfangen wollen, sich in den sozialen Netzen zu tummeln. Sie sollen sich mit ihren Kindern hinsetzen und z.B. die Privacy Einstellungen bestimmen und ähnliches. Nun ist mir natürlich ein weiteres Problem der heutigen Zeit bewusst. Es gibt moderne Familien. Papa und Mama arbeiten. Kinder sind lange alleine zu Hause, Eltern können nicht viel aufpassen. Und doch, wenn Eltern über die Möglichkeiten des Internets Bescheid wissen, dann können sie vielleicht früher dahinter kommen, was mit ihrem Kind nicht stimmt.

Und wir kommen dahin, das man sich fragen muss, was zur Hölle mit unserer Gesellschaft los ist. Ich bin nicht so naiv, zu denken, dass es in der damaligen Zeit kein Mobbing gab. Doch es gab keine Berichte darüber, es war schlicht und einfach nicht so brutal. In der heutigen Zeit, eventuell täusche ich mich auch, bin ich der Meinung, dass gerade durch das Cyber-Mobbing das Mobbing an sich wirklich eine neue Stufe erreicht hat.

Ich möchte nun enden, nicht ohne einen Link zu welt.de zum Thema reinzustellen, dass bewegende Video von Amanda Todd einzubinden, zu sagen das ich die ganze Geschichte einfach unsagbar traurig und tragisch finde und mitzuteilen, das ich lieber nicht sage, was ich gerne mit dem Mann und denen machen würde, die gemobbt haben.

welt.de Der stumme Hilferuf der Amanda Todd

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